Funky Yellow Fall Soup

 
 
Karottenkokossuppe.jpg
 

Zutaten:

  • 10 mittelgrosse Karotten

  • 500 ml Gemüsefonds

  • 1 Tasse Kokosmilch

  • 1 weisse Zwiebel oder Schalotte

  • 1 daumengrosses Stück Ingwer

  • 3-4 EL Ghee oder Kokosnussöl

  • 1 gehäufter TL Kurkumapulver

  • Steinsalz und Pfeffer zum abschmecken

  • 1EL Kokosnusschips oder Kokosnussraspel

  • Ad-on für Pitta-Konstitutionen: 1EL Korianderblätter oder Basilikum
    1 Handvoll Blattgemüse, wahlweise Mangold oder Federkohl

Bevor ich zum Rezept komme, muss ich kurz ausholen und die Karotte ayurvedisch unter die Lupe nehmen.

Vielleicht erinnerst du dich? Im Blogpost zum Curry d’Aubergine habe ich das erste Mal das Thema Thermik (Virya) und Wirkung der Nahrungsmittel nach Verstoffwechselung (Vipaka) angesprochen. Es gibt jedoch noch eine weitere wichtige Komponente, die die ayurvedische Ernähungslehre so besonders macht: Der Geschmack - Rasa auf Sanskirt. Alle drei Aspekte sind zentral, um zu unterscheiden, ob ein Nahrungsmittel für ein Dosha-Typ geeignet ist oder eher vermieden werden soll.


Die Karotte: Süss, bitter und adstringierend

Zurück zur Karotte. Das Rüebli ist gemäss Ayurveda nach der Verstoffwechslung scharf. Ja richtig gelesen. Das kann man sich irgendwie gar nicht so gut vorstellen. Jeder, der schon mal in ein knackiges Rüebli gebissen hat, weiss es schmeckt im ersten Moment süss. Das Rasa ist also süss, aber nicht nur. Neben der Süsse ist auch eine leicht bittere Note auf der Zunge spürbar und dadurch wirkt der Geschmack auch etwas zusammenziehend. Wer eher Oben am Rüebli knabbert, nahe beim Strunk, wird die Bitterstoffe dominanter schmecken und weniger Süsse wahrnehmen. Dass heisst, eine Karotte ist süss, bitter aber auch etwas adstringierend in seinem Geschmack.

Geschmack, Thermik und Geschmack nach Verstoffwechslung


Kleiner Einschub, den man im Hinterkopf haben muss: Generell wird der Geschmack eines Nahrungsmittels entweder in süss, sauer, salzig, bitter oder zusammenziehend unterteilt. Die Thermik (Virya) kann entweder kühl oder heiss sein. Das Vipaka beschreibt die Wirkung nach der Verstoffwechselung eines Nahrungsmittels. Dieses kann entweder süss, sauer oder scharf sein. Die Thermik (Virya) der Karotte ist heiss (ushna) und nach der Verstoffwechselung (Vipaka) ist die Karotte eben durch ihre spezifische Geschmackskomponenten in Kombination mit der Thermik scharf.

Wenn mehr Schärfe aufgenommen wird, hat das automatisch Einfluss auf die Pitta-Aspekte des jeweiligen Biorhythmus. Das heisst Pitta-Energie, u.a. das Element Feuer im Körper steigen. Dafür hat die Karotte einen Vata- und Kapha-senkende Wirkung.

Die Karotte ist heiss und scharf

Was heisst das jetzt genau, nie wieder Rüebli essen? Nein, natürlich nicht. Wer zu viel Hitze in seinem Körper hat, beispielsweise Verdauung mit rascher Tendenz zu Durchfall, Hitze im Kopf, oft Kopfschmerzen, rasch zu roter Haut oder Rötungen neigt, Entzündungen der Haut, emotional schnell zu Wutausbrüchen tendiert, hat sicherlich eine Pitta gesteigerte Energie, die man nicht mit einem Zuviel an Karottengerichten noch mehr befeuern möchte. Wie immer es gilt, die Menge macht das Gift.

Wer seinen individuellen Stoffwechsel gut kennt, sprich sein Dosha und seine Tendenzen versteht, kann diesen auch balancieren, wen er aus dem Lot Gerät, indem er auf die jeweiligen Qualitäten der Nahrungsmittel in seinem täglichen Speiseplan acht gibt. Im Sommer der Pitta-Jahreszeit macht es Sinn auf Karotten zu verzichten, allgemein sind dann Wurzelgemüse zu schwer verdaulich.

Das folgende Rezept hat eine stark Vata besänftigende Wirkung, gerade jetzt im September mit vermehrten Winden und Kühle ist es ein super Abendessen, das man im Nu gekocht hat. Auch für Kapha ist das Rezept sehr gut geeignet, die Schärfe der Rübe kurbelt den trägeren Stoffwechsel an. Wegen der scharfen Qualität ist diese Rüeblisuppe nicht optimal für Pitta, wird jedoch durch die Kokosmilch im Rezept ausgeglichen. Pitta sollte zudem noch eine handvoll grüne Blattgemüse in die Suppe geben, beispielsweise frischen Koriander, Basilikum, Federkohl oder Mangold.

Zubereitung

Karotten schälen und in 2cm dicke Rondellen schneiden. Zwiebeln und Ingwer klein hacken. Etwas Kokosöl oder Ghee in die Pfanne geben. Zunächst Zwiebeln und Ingwer eine Minute anschwitzen. Karotten dazugeben und 2-4 Minuten anbraten. Mit dem Gemüsefonds ablöschen und nach 5 Minuten den Kurkuma dazu geben, alles etwa 15 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Karotten weich sind. Jetzt die Kokosmilch dazugeben, salzen und pfeffern. Die Suppe in den Mixer geben und pürieren, je nach gewünschter Konsistenz etwas mehr Gemüsebrühe oder Kokosmilch dazugeben. Servieren mit einem Teelöffel Ghee/Kokosnussöl und knackigen Kokosnusschips oder Kokosnussraspel. 

 
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