Blumenkohlsuppe
Lecker und gesund für die Frau, Foto: The Neutral Studio/Stefanie Meier
Zutaten für 4 Personen
Zeit: 25-35 Min.
1 grosser Blumenkohlkopf, in Röschen zerteilt
3 grosse Schalotten, geschält und halbiert
1 Knoblauchzehe, in Zehen zerteilt, Schale belassen
ein paar Esslöffel natives Olivenöl extra
1 Teelöffel gemahlener Koriander
1 Teelöffel gemahlener Kreuzkümmelsamen
1/2 Teelöffel Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Saft von 1 Zitrone
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
3 Esslöffel Tahini
750ml Wasser oder Gemüsebrühe
Topping: etwa 2 Esslöffel weisse und schwarze geröstete Sesamsamen
ein paar Blumenkohlröschen, die vor dem Pürieren zurückbehalten werden
optional Sprossen oder frische Petersilie
Eines meiner traumatischsten Food-Erlebnisse, an das ich mich zurückerinnen kann, fand im Tageshort in Albisrieden statt. Zum Mittagstisch wurden gedämpfte und offengesagt verkochte, fade Blumenkohlstücke serviert. Ich weigerte mich, die schlabbrigen Dinger zu essen und musste zur Strafe solange sitzen bleiben, bis ich sie trotzdem runtergewürgte. Erst dann durfte ich vom Tisch aufstehen, und spielen gehen. Es ging nicht lange, und ich musste mich übergeben.
Ergo es lief schon früh einiges schief mit dem Blumenkohl und mir. Retrospektiv war dies aber nicht die Schuld des Gemüses, sondern lag an der Art der Zubereitung. Beim wöchentlichen Einkauf habe ich den Blumenkohl oft stiefmütterlich übersehen. Und es dauert lange bis ich mich mit dem Kohl anfreundete.
Erst ein Rezept aus dem Indien-Kochbuch von Pushpesh Pant (Phaidon Verlag) «Kamala Phoolkopi», Blumenkohl mit Orangen vermochte mich wieder für das Gemüse zu erwärmen. Und als mein Mann mich mit einer fantastischen und veganen Blumenkohlsuppe nach Heston Blumenthal überraschte, wurde ich endgültig warm mit dem Kreuzblütler.
Als ich dann in meinen 30er-Jahren an Endometriose erkrankte und zur Ernährung recherchierte, erfuhr ich weiter wie gut Kreuzblütler für uns Frauen sind. Mehr dazu unten in der Infobox. Wie mit allen Dingen im Leben, es braucht die richtige Technik oder gute Rezepte.
Das nachfolgende Rezept ist prall an Umami-Geschmack. Dadurch, dass der Blumenkohl zunächst mit verdauungsfördernden Gewürzen gebacken wird, und erst dann püriert wird, sorgt für eine Menge Geschmacksvolumen. Natürlich ist dies weiter dem karamellisierten Knoblauch und den Schalotten geschuldet. Beides könnte man übrigens auch weglassen, vor allem, wenn man an Pitta-Inbalancen leidet. Dann kann man mit einer kleinen Prise Asefoitida ersetzen.
Zubereitung
Heize den Ofen auf 200 Grad vor. Die zerteilten Blumenkohlröschen, die Schalotten und den ganzen Knoblauch mitsamt Schale auf ein Backblech geben. Mit dem Olivenöl beträufeln, Kreuzkümmel, Koriander, Salz und Pfeffer bestreuen mit den Händen die Gewürze einreiben, damit das Gemüse gleichmässig überzogen ist.
Im Ofen 25-35 Minuten rösten, bis der Blumenkohl gabelzart und an den Rändern hellbraun ist. Den Blumenkohl und die Schalotten in einen Mixer geben (ein paar Röschen zum Garnieren aufheben). Die Knoblauchzehen von der Knolle lösen, die Schalen entfernen und ebenfalls in den Mixer geben, pürieren. Füge nun Tahini, Zitronensaft und 500 ml Wasser oder Gemüsebrühe hinzu, weiter pürieren, bis alles glatt und sämig ist. Je nach Konsistenz jetzt restliche Brühe dazugeben, nochmals mixen, abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen. In einzelne Schüsseln servieren und mit Sesam, Olivenöl, etwas Salz, Pfeffer und restlichen Blumenkohlröschen dekoriert servieren.
*Warum Kohlgemüse Frauen gut tun?
Erstmals, welche Gemüse gehören zur Kreuzblütlerfamilie? Weisskohl, Rotkohl, Wirsing, Brokkoli, Rosenkohl, Pak Choi, Steckrübe, Radieschen und Rettich. Auch Brunnenkresse und Rucola zählen zur Pflanzengattung.
Als Superfood für die Frau sind Kohlgemüse deswegen so wertvoll, weil sie neben wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen, wie beispielsweise Folsäure, Vitamin C, Vitamin K, Kalium, Selen und Kalzium – alle sehr wichtig für den gesunden Hormonhaushalt und den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, auch Phytochemikalien beinhalten. Dies sind biologisch aktive Pflanzenstoffe und Verbindungen, die den Körper bei der Entgiftung von überschüssigem Östrogen unterstützen. Dies kann dazu beitragen, hormonelle Probleme wie beispielsweise Endometriose und östrogenabhängige Krebsarten wie Brustkrebs zu verhindern. Ausserdem sind Kreuzblütler eine ausgezeichnete Quelle für Ballaststoffe und damit sehr gut für die Darmgesundheit. Bei Kohlgemüsen ist einfach sehr wichtig, das man diese verträglich kocht. Im Ayurveda nutzen wir die oben im Rezept erwähnten Gewürze wie Koriandersamen, Fenchelsamen und Kreuzkümmelsamen, um diese Germüsesorten besser verträglich zu machen. Besonders Vata oder Kapha-Frauen, profitieren damit und können so auch bei Kohlgerichten zugreifen.