Roti Fladenbrot

 
 
 
 

Zutaten für etwa 8 handtellergrosse Fladenbrote, Zeit: 35 Min. + 20 Min. zum ausbacken

  • 250 g Bio-Dinkelmehl oder Vollkornmehl

  • 1 TL Salz

  • 125 ml Wasser (je nach Mehl, braucht es etwas mehr oder weniger)

In Mauritius nennt man das indische Fladenbrot nicht Chapati, aber «Roti». Ähnlich wie in Indien essen wir es zum Dhal, Curry oder sogar zum Frühstück. Dann mit etwas Butter oder Ghee bestrichen. Dazu einen Bois-Cherry-Schwarztee, der leicht nach Vanille riecht. Gut kombinieren, lässt sich das Fladenbrot zu einem Bohneneintopf oder Gemüsegoulasch. Eigentlich eignet es sich zu fast allem.

Die Zubereitung habe ich ursprünglich von meiner Grossmutter gelernt. Zuhause in der Schweiz war meine Mutter aber nicht so content, dass ich meine Roti-Experimente in ihrer kleinen Küche weiterführte.

Sagen wir so: die Küche rauchte etwas vom überschüssigen Mehl, das in der Pfanne verbrannte. Damals wusste ich noch nicht, wie wichtig es ist, das Mehl nach dem auswallen der Brote abzuklopfen, bevor man das Brot trocken in der Pfanne ausbäckt – und das man nach jedem Fladenbrot wiederum, die Pfanne trocken abwischt. Meine Mutter warf sämtliche Resten Mehl unseres Haushalts in den Abfalleimer und erteilte im Haus striktes Roti-Back-Verbot.

Dies gab meiner Experimentierfreude aber nur kurz Einhalt. Seither sind ein paar Jahre vergangen und ich habe dazugelernt. Es ist nicht so schwer, man braucht lediglich etwas Geduld, um die Rotis auszubacken und man muss etwas Gefühl für die richtige Feuchtigkeit des Teiges entwicklen. Ansonsten ist es das einfachste Fladenbrot der Welt.

 
fladenbrot_wallholz_hände.JPG
 
 

Zubereitung

Das Mehl durch ein Sieb in die Schüssel geben. Salz hinzufügen und mit dem Mehl verrühren. Zunächst nur etwas Wasser dazugeben, sozusagen ein «Gutsch» mit den Händen im Uhrzeigersinn in kreisenden Bewegungen vermischen. Sachte weiter Wasser dazugeben und gleich fortfahren bis sich ein Teig formt, der nicht zu trocken sein sollte. Je nach Mehl braucht es etwas mehr oder weniger Wasser. Hier muss man etwas das Gefühl entwicklen. Der Teig darf ruhig noch etwas zwischen den Finger kleben. Diesen danach zu einer Kugel formen, sie muss nicht perfekt homogen sein. Diese in der Schüssel mit leicht feuchten Küchentuch zudecken und 30 Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen.

Aus dem Teig lassen sich etwa sechs bis acht mittelgrosse Rotis formen. Entsprechend Limonengrosse Teigkugeln aus dem Hauptteig formen auf die Seite stellen. Auf einem Holzbrett kreisförmig genügend Mehl verteilen und eine der Teigkugel mit dem Handballen auf beiden Seiten flach drücken. Dann mit dem Wallholz auf beiden Seiten rund auswallen. Währenddessen eine Eisenpfanne auf mittlelhoher Stufe erhitzen.

Nach dem Auswallen den Roti zwei drei, mal zwischen deine Hände hin- und her klatschen, damit das überschüssige Mehl abfällt. Danach einen Spritzer Wasser in die Pfanne geben, um zu testen, ob die Pfanne genug heiss ist. Das Wasser sollte sofort verdampfen. Dann kann man den Roti in die Pfanne geben. Dieses Fladenbrot wird trocken getröstet.

Mit den Fingerspitzen den Roti entsprechend regelmässig im Uhrzeigersinn drehen, damit er nicht anbrennt. Nach etwa einer Minute den Roti drehen. Arbeite mit einer Zange oder Holzspatel, damit du die Finger nicht verbrennst. Ich drehe die Rotis aber gerne, indem ich einfach die Fingerspitzen sanft draufhalte und in schnellen Bewegungen drehe.

Jetzt beginnt der Roti Blasen zu schlagen. Auch hier immer wieder das Fladenbrot weiter drehen, damit die Unterseite nicht anbrennt. Jetzt gebe ich ganz wenig Ghee auf die obere Seite und wende sofort. Ich lasse die untere Seite nochmals einen Moment durchziehen. So wird der Roti schön goldgelb.

Das fertige Fladenbrot in ein Aluminiumfolie geben und mit einem Tuch zudecken. Die Eisenpfanne vor dem nächsten Ausbacken mit einem Haushaltstuch kurz sauber wischen. Den Prozess mit dem nächsten Fladenbrot wiederholen. Ich empfehle diese Mauritian Séga Playlist, um die Zeit vor dem Herd zu verkürzen.

 
 
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