Pizza Ayurvedica
Zutaten für 2 Personen
Für den Teig
120g Kichererbensmehl
180ml Wasser
1 Zucchetti geraffelt
1/2 TL Himalayasalz
1/2 TL Schwarzkümmelsameen
1/2 TL Kreuzkümmelsamen
1/2 TL Fenchel gemahlen
1/3 TL Fenchelsamen ganz
1 EL Basilikum fein geschnitten
Ghee zum anbraten (oder Sesamöl/Sonnenblumenöl)
Toppings
8-10 weisse oder grüne Broccolinis (Köpfe abschneiden und auf Seite Stellen, Stämme, in 5 mm Stücke schneiden)
1 Frühlingszwiebel in feine Ringe geschnitten
5 EL grüne Erbsen, kurz blanchiert
2 EL Olivenöl
1 grosser Bund Basilikum
Etwas Zitronensaft zum Abschmecken
*optional für Kapha frische rote Chilis oder Chilliöl*optional für Pitta Mozzarella oder veganer Käse
*optional für Vata Chèvre Frais (ungewürzt) oder veganer Käse
Wir alle lieben Pizza. Unbestritten das wohl unkomplizierteste Gericht zum schnell selber machen oder beim Quartier-Pizzaiolo bestellen. Vor allem jetzt während des Lockdowns, ist Mann/Frau manchmal einfach froh, wenn man nicht nochmals kochen muss.
Die No-Go-Kombination Käse und Tomaten
Was viele jedoch nicht wissen, dass die Kombination von Tomaten und Käse sauer verstoffwechselt wird. Zusammen mit einem klassischen Weizenteig kann dies bei regelmässigem Konsum negative Auswirkungen haben, vor allem, wenn man Tendenz zur Übersäuerung, Reflux, zu viel Hitze im Körper, Kopfschmerzen, Migräne oder allgemein Tendenzen zu eher weichem Stuhlgang hat. Kurzum vor allem Pitta-Doshas sollten einen bewussten Umgang mit dem Pizzakonsum pflegen. Auch im Hinblick, dass die Toppings oft sehr salzig sind und daher weiter aggravierend sind für Pitta-Aspekte in uns.
Weiter ist die Kombination auch für die anderen Dosa-Typen nicht empfohlen, weil das Nachtschattengewächs Tomate mit einem Milchprodukt Ama, Schlacken macht, da es eine schwer verdauliche Kombination ist.
Alternative für Pizza Lovers
Wer nicht auf Sugo und Co. verzichten will, empfehle ich die Tomaten mit 1 TL Kurkuma anzureichern. Denn der bittere Kurkuma gleicht die Säure aus.
Und weil ich in meiner Ernährungsberatung regelmässig von wöchentlichen Pizzaritualen höre, wollte ich endlich eine adequate Alternative für alle Pizza Lovers bieten.
Hier kommt also die Green Ayurveda Pizza. Sie basiert auf einem Teig mit Kichererbsenmehl und geraffelter Zucchetti, einer Art indischer Crêpe, die man Pudda nennt.
Als Topping habe frische weisse und grüne Broccolini benutzt und gebe nach der Backzeit grosszügig Basilikumblätter darüber sowie einen Spritzer Zitronensaft. Die Pizza muss nicht unbedingt gebacken werden, ich mags einfach, wenn der Käse schön geschmolzen ist und etwas golden ist. Die Ayurveda-Pizza schmeckt selbstverständlich auch ohne Käse super.
Zubereitung
In einer Schüssel Mehl und Gewürze mischen. Wasser zugeben und weitermischen, sodass eine homogene Crêpe-Konsistenz entsteht. Danach die Zucchini dazu rühren. In einer Eisenpfanne Ghee/Sonnenblumenöl/Sesamöl auf mittelhoher Stufe erhitzen. Die Hälfte des Teigs in die Pfanne geben und mit einem Spachtel sofort flach ausstreichen. Ich lasse etwa 2cm Platz zwischen dem Teig und dem Pfannenrand, damit ich die Pizza im Anschluss einfacher wenden kann. Nach etwa fünf Minuten sollte der Teig nicht mehr am Pfannenrand kleben. Nochmals etwas Ghee auf die Oberfläche der Pudda geben, danach wenden und weitere fünf Minuten in der Pfanne ausbacken. Je nach Herd kann es länger oder kürzer dauern, dazwischen immer mit dem Spachtel den Teig kurz anheben und prüfen, das unten nichts anbrennt. Für den restlichen Teig ebenso verfahren.
Die Pizzaböden auf einem Backblech mit Backpapier transferieren.
In einer Pfanne Olivenöl leicht erhitzen und die Fenchelsamen kurz anrösten. Danach die Frühlingszwiebeln zwei Minuten anschwitzen und die Brocolinis dazugeben. Etwa 2-5 Minuten weiter anbraten und abschmecken. Jetzt mit allen Toppings, ausser dem Basilikum die Pizzas nach belieben garnieren. Ich habe zwei Versionen gemacht. Eine mit weissen Broccolinis und Mozzarella und eine mit grünen Borccolinis und mit Chèvre Frais.
Die Pizza im Ofen, Umluft 200g, für 9 Minuten backen, bis Chèvre/Morzarella leicht golden sind.
Kapha darf gerne auch ein wenig Chili/Chilöl auf die Pizza geben. Für Pitta ist Mozzarella geeigneter und Vata darf auch zum Chèvre greifen.
Den Basilikum erst beim Servieren grosszügig darübergeben und mit ein paar grosszügigen Spritzer Zitronensaft final abschmecken.